SIDELINER®

 
Sanierbare Schadensbilder
 
SIDELINER® ist ein von KMG entwickeltes Verfahren zur grabenlosen Reparatur von Defekten im Bereich des Hausanschlussstutzens, das seit 1993 zum Einsatz kommt.
 Mit SIDELINER® lassen sich defekte Hausanschlussstutzen schnell und wirkungsvoll abdichten und statisch stabilisieren. Das Verfahren kommt auch erhebliche Bedeutung zu bei der systemgerechten Verbindung von KM INLINER® -Sanierungen im Hauptkanal mit Sanierungsmaßnahmen in der Hausanschlussleitung.
Sanierbares Schadensbild
 
Sanierbare Leitungen
 
Das SIDELINER®-Verfahren ist in Kreisprofilrohren aller Materialien bei Hauptkanal-Nennweiten von DN 200 bis DN 600 einsetzbar.
 
Randbedingungen und Vorarbeiten
 
Voraussetzung des SIDELINER®-Einsatzes ist die Zugänglichkeit der Schadstelle über zwei 
Kontrollschächte und ein hindernisfreies Rohr. 
Unmittelbar vor dem SIDELINER®-Einsatz ist das Rohr im Bereich der Schadstelle gründlich wie möglich zu reinigen, um eine optimale Haftung der Auskleidung auf dem Untergrund sicherzustellen. Während Einbau und Aushärtung des SIDELINER®s muss der Entwässerungsbetrieb in Hauptkanal und Hausanschluss kurzfristig unterbrochen werden.
 
Zeitaufwand
 
Der Zeitaufwand für einen SIDELINER® -Einsatz beträgt einschließlich Konfektionierung, Imprägnierung, Einbau und Aushärtung im Regelfalle ein bis zwei Stunden. 
Abweichungen können sich infolge unterschiedlicher Umgebungstemperaturen während der Aushärtung des Laminates ergeben.
 
Sanierungswerkstoffe
 
Das SIDELINER®-System besteht aus einem ECR-Glasfaserlaminat das entsprechend der Nennweite 
des Hauptkanals und der Geometrie der Hausanschlusses zugeschnitten und vor Ort mit einem kalt 
härtenden Epoxydharz imprägniert wird.
Ein pneumatischer Packer mit seitlich expandierbarer Rollmembran installiert den SIDELINER® mit 0,6 bar Druck formschlüssig an der Schadstelle.
 
Das Glasfaserlaminat
 
Trägermaterial der SIDELINER®-Auskleidung ist ein 4 Millimeter starkes, gegebenenfalls mehrlagig aufgebautes ECR-Glasfaserlaminat, das sich durch besondere Korrosionsfestigkeit auszeichnet. 
Getränkt mit einem für die Haftung auf feuchtem Untergrund konzipierten Epoxydharz härtet das Glasfaserlaminat bei Umgebungstemperatur zu einer Auskleidung mit hoch belastbarer Statik aus.
 
Das Harzsystem
 
Das eigens für die Haftung auf feuchtem Untergrund entwickelte Epoxydharzsystem härtet bei 
Umgebungstemperatur in kürzester Zeit aus. Der Einsatz von Überschussharz bei der Tränkung des 
Trägermaterials spielt eine entscheidende Rolle bei der hohen statischen Leistungsfähigkeit des 
SIDELINER®-Systems. Zur gesundheitlichen Unbedenklichkeit des des eingesetzten Epoxydharzes liegt ein Gutachten des Hygiene-Instituts Gelsenkirchen vor.
 
Die Statik
 
Trotz seiner geringen Wandstärke von nur 4 Millimetern verfügt das SIDELINER®-System über eine beachtliche statische Leistungsfähigkeit. Dabei spielt der Einsatz von Überschussharz eine wichtige Rolle. 
Der Harzüberschuss stellt eine haftende Verbindung zwischen Altrohr und Auskleidung her und führt zu einer intensiven Verklebung von Rissen im defekten Kanal. 
Eine Prüfung der Formstoffeigenschaften nach DIN 18820 und DIN 53796 an einem PARTLINER® mit identischer Materialkonfiguration hat diesen Zusammenhang deutlich bewiesen.
 
Prüfung der Formeigenschaften
 
DN 200RPZ PARTLINER®E-Modul PARTLINER®
GFK Liner82 N/mm26530 N/mm2 
STZ/GFK mit Verbund95 N/mm28400 N/mm2 
STZ/GFKmit Verbund/verklebt151 N/mm2 15000 N/mm2
 
Sanierungsablauf
 
Zuschnitt des Laminates
Das ECR-Glasfaserlaminat wird passend zur Geometrie von Hauptkanal und Hausanschluss im Bereich der Schadstelle konfektioniert.

Vorbereitung des Packers
Der pneumatische Installationspacker wird vorbereitet: eine PE-Folie sorgt dafür, dass das harzgetränkte Laminat beim Einbau nur mit der Rohrwandung, nicht jedoch mit dem Packer verklebt.

Anmischen des Harzes
Das Epoxydharz wird nach genauer Rezeptur angemischt. Durch variabel einstellbare Topfzeiten des Harzes lässt sich die Dauer der Aushärtung bestimmen.

Imprägnieren des Laminats
Bei der Tränkung des Glasfaserlaminates mit Epoxidharz wird mit Harzüberschuss gearbeitet. Der Harzüberschuss spielt eine wichtige Rolle beim intensiven Verbund des SIDELINER®s mit den Wandungen von Hauptkanal und Hausanschluss.
Laminat auf Packer
Der Packer nimmt das mit Epoxidharz getränkte SIDELINER®-Laminat auf.

Installation via Schacht
Der Packer mit dem SIDELINER® wird in den geöffneten Revisionsschacht hinabgelassen und von dort aus durchs Rohr bis an die Schadstelle eingezogen.
Der Sideliner wird auf den Packer gebracht.
Kontrolle des Vorgangs
Der mit Rollen bestückte Packer wird von einer Winde exakt an die Schadstelle im Rohr herangezogen, dort unter Kamerabeobachtung positioniert und dann über eine Pressluftleitung mit 0,6 bar Druck aufgeblasen. Bei der Druckbeaufschlagung expandiert die Rollmembran des Packers und stülpt das Seitenanschlusslaminat etwa 15 Zentimeter tief in den Hausanschluss ein, während der SIDELINER® einen formschlüssigen Verbund mit der Wandung des Hauptkanals eingeht. Der gesamte Vorgang wird vom Kontrollstand des KMG-Multifunktionsfahrzeuges aus kontrolliert und gesteuert.

Multifunktionsanlage
Die KMG-Multi-Funktionsanlage ist ein modernes Sanierungs-Einsatzfahrzeug mit zweiachsigem Anhänger, das das komplette Equipment für PARTLINER®, MIDLINER®, SIDELINER® und Robotersanierung samt Material an Bord hat.

Außerdem enthält die Multifunktionsanlage ein Hochdruckaggregat mit Minispüldüse eine Kanal-TV- Kamera und einen Fräsroboter. Mit dieser Ausstattung werden logistikbedingte Stillstandzeiten auf der Baustelle konsequent vermieden: die Wirtschaftlichkeit der Einsätze erhöht sich deutlich.
 
Multifunktionsanlage
 

Kontrolle des Vorgangs

Der mit Rollen bestückte Packer wird von einer Winde exakt an die Schadstelle im Rohr herangezogen, dort unter Kamerabeobachtung positioniert und dann über eine Pressluftleitung mit 0,6 bar Druck aufgeblasen. Bei der Druckbeaufschlagung expandiert die Rollmembran des Packers und stülpt das Seitenanschlusslaminat etwa 15 Zentimeter tief in den Hausanschluss ein, während der SIDELINER® einen formschlüssigen Verbund mit der Wandung des Hauptkanals eingeht. Der gesamte Vorgang wird vom Kontrollstand des KMG-Multifunktionsfahrzeuges aus kontrolliert und gesteuert.

Sanierungsergebnis
Der fertig ausgehärtete SIDELINER® ist ein rund 4 Millimeter starkes, statisch und chemisch hoch belastbares Kurzrohr, das einen form- und kraftschlüssigen Verbund mit den Wandungen von Hauptkanal und Hausanschlussstutzen eingeht. Die zu ihren Enden hin stufenlos auslaufende Auskleidung stellt keine spürbare Beeinträchtigung der Hydraulik dar. Sie ist ideal geeignet, Auskleidungsmaßnahmen in Hausanschluss und Hauptrohr systemgerecht zu verbinden.
 
Das Sanierungsergebnis.
 
Bilder und Texte: Kanal-Müller-Gruppe / KMG
Die Markenrechte für die Begriffe PARTLINER und SIDELINER
liegen bei der Resinnovation GmbH, Im Speyer Tal 9, 76761 Rülzheim

www.resinnovation.com


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Stand: 25. Februar 2001